Dominica

Champagnerküste

Eindrücke sollte man festhalten, wenn sie noch ganz klar in den Gedanken und Erinnerungen nachhallen und nicht durch weitere Erlebnisse übertüncht sind. Zurück auf Dominica… entgegen der Wettervorhersage bei herrlichstem Sonnenschein, wenngleich auch zeitweise dicke graue Wolken über den Hügeln hingen.
Unsere Fahrt führt uns heute in den Süden der Insel. Wir fahren nach Soufrière und haben von dort den Blick auf Scott’s Head. Unser Zeitplan ist eng getaktet ist und wir sehen die Halbinsel nur in der Ferne liegen. Ich war im November letzten Jahres bereits direkt in Scott’s Head und habe die beeindruckende Aussicht auf die ruhige karibische See und den rauen atlantischen Ozean, nur getrennt durch einen schmalen Isthmus genossen. Ich traf dort damals auf Charly, der Muscheln an Touristen verkaufte und hatte sehr gehofft ihn heute dort wiederzusehen.

~ Blick auf Scott’s Head aus der Ferne ~

In Soufrière baden wir in den heißen Quellen, die im Meer liegen – hat man die richtige Stelle gefunden, fühlt man sich wie in der Badewanne; der Sand unter den Füßen ist heiß, heiß, heiß. An der Strandbar kann man neben allerlei Getränken auch den typischen Jolly Cake probieren – ein köstliches Gebäck mit wahlweise Käse und viiiiel Knoblauch oder Thunfisch. Ein echtes Geschmackserlebnis!

~ Baden in den heißen Quellen von Soufrière ~

Weiter geht es zur Champagnerküste – dem Highlight unseres Ausflugs. In Donny’s Snorkel Center werden wir mit der üblichen karibischen Freundlichkeit in Empfang genommen und mit Schnorchel-Equipment ausgestattet. Nach einem kurzen Fußweg über viele Steine und den heißen schwarzen, vulkanischen Sand beginnt unser Schnorchelabenteuer.

~ Blick auf den Champagne Beach und Donny’s Snorkel Center ~

Ich bin schon auf einigen karibischen Inseln geschnorchelt, aber hier eröffnet sich wieder einmal ein ganz neuer Blick – vor allem die vielen Seeigel, die sich mit ihren langen schwarzen „Stacheln“ im Wasser wiegen fallen mir ins Auge.

Dann sind wir endlich da… an den „bubbles“, die uns unsere Schnorchel-Guides schlicht als vulkanische Gase, die aus dem Meeresboden aufsteigen, erklärt haben. Eine unzureichende Beschreibung. Ich habe in meinem Leben wohl noch nie etwas so zauberhaftes unter Wasser gesehen… Kleine Bläschen perlen vom Grund Richtung Wasseroberfläche; beschienen von den einfallenden Sonnenstrahlen wirken sie wie silberne Glitzerteilchen und Wassertropfen, mal ganz winzig wie in einem Champagnerglas, mal so groß, dass man sie anfassen und mitten hindurchschwimmen möchte – märchenhaft schön. Ein blubbernd-zischendes Summen untermalt die Kulisse und man fühlt sich in einer anderen Welt.

Weder Bilder noch Worte können diesem Erlebnis gerecht werden – auch ein Video kann nicht die ganze Schönheit wiedergeben, aber einen Versuch war es wert.
Noch ganz trunken von diesen Eindrücken kehre ich an den Champagner Beach zurück, genieße meinen Rumpunsch und halte den Moment mit meinen Kollegen fest – immer nach der Devise #myjobisbetterthanyourvacation!

~ #myjobisbetterthanyourvacation ~

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